1. Fassung meiner Grabrede

Geschrieben von Gebieterin Emanuela.

Meine Mutti war ein wundervoller Mensch. Reich an Gefühlen und Liebe. Dies merkte man an der Ausdauer mit der sie meinen Vater liebte. Mit der Liebe und Zuneigung zu einem Menschen der ihre Liebe nach 16 jahren nicht mehr wollte oder brauchte. Ich bin auch so. Voller Liebe und Gefühl zu einem Menschen der mich über alles liebte die letzten 5 jahre.  

Es war oftmals keine einfache Zeit dich als Tochter mit ihr erlebte. Ich fühlte mich ihre Liebe nicht scher, weil sie mich nie in den Arm nahm. Aber später verstand ich Muttis Beweggründe und konnte sie akzeptieren.

Als Teenager fühlte ich mich oft missverstanden, rebellierte und war auch sehr schwierig. Aber als ich meine Söhne bekam verstand ich sie, ihre Ängste und Sorgen. Sie hat meinen ältesten Marcel mit Dieter aufgezogen und zu einem guten, lebensfähigen und netten jungen Mann erzogen auf den ich stolz sein kann. Mein Respekt gehört ihr und meinen Ziehvater Dieter.

Meine Muti hatte ihre eigenen Vorstellungen, ist dafür eingetreten und hat diese verteidigt. Es war ein langer Prozess, in dem wir beide lernten wieder aufeinander zuzugehen und das vergangene zu akzeptieren.

In den letzten Jahren habe ihr zu verstehen gegeben das ich sie sehr liebe, wir zusammengehören und eine Familie sind.
Wir haben beide verstanden das die Liebe zueinander und der Zusammenhalt trotz Vergangenheit wichtiger sind und es sich nicht lohnt Vorwürfe zu machen, sondern aufeinander zuzugehen.

Mutti du warst der Mensch der mich unter Schmerzen geboren hat, mich aufgezogen, nach besten Wissen und Gewissen geliebt hat, auch wenn du mich in manchen Situationen verflucht hast.

Nicht immer war es leicht dich zu verstehen was du tust, du weißt was ich meine... aber dennoch habe ich dir letztendlich vergeben wie du mir. Wir sind in Frieden und voller Liebe auseinandergegangen am letzten Tag unseres Beisammenseins. Ich wusste das du deinen Frieden gefunden hast und ich meinen in unserem Leben. Darum konnte ich dich gehen lassen ohne dass wir etwas bereuten oder ungesagt lassen hatten.

Mutti, dieses letzte Weihnachten hat mir so viel gegeben, an Liebe und Erkenntnis obwohl du nicht ganz bei der Sache warst. Es hat mich glücklich gemacht bei dir zu sein, an deiner Seite zu wachen bis du schläft, mich zu kümmern um dein körperliches und seelisches Wohl. Ich hätte dich so gern bei mir gehabt in Baden-Baden aber deine Zeit war abgelaufen und zu ende.

Ich hoffe das du mich an der letzten Tür raus meinem Leben abholst und begleitest, zusammen mit Dieter, Volkmar und meiner ganzen Familie. Ich möchte aufgehoben sein und willkommen in einer anderen Existenz. Ich liebe euch - dich Mutti, Dieter und Volkmar und hoffe das ihr immer an meiner Seite seid.

Die Trauerrede für meine Mutti

Geschrieben von Gebieterin Emanuela.

Ich sitze nun schon seit Tagen an der Trauerrede für meine Mutti die am 13.2.16 in Chemnitz beigesetzt wird aber mir will nichts einfallen. Immer wieder fange ich an zu weinen, weil ich von meinen Gefühlen überwältigt werde.

Ich bin 2 Stunden zu spät gekommen. Ich habe sich nicht in den Tod begleiten dürfen weil kein Arbeitskollege einspringen wollte und ich bettle nicht mehr.
Eigentlich erbärmlich für eine Altenpflegerin deren tägliche Aufgabe ist Menschen beim Sterben zu begleiten, das sie sich nicht allein fühlen in ihrer letzten Stunde.
Leider wohne ich 500 km weit weg von meinem zuhause in Sachsen aber wäre ich nur.... ja, wieder einmal ein "wäre" ich nur... zeitiger da gewesen, "hätte" den Job viel ehrer hingeschmissen und wäre einfach meinem Gefühl gefolgt so "könnte" ich jetzt wesentlich ruhiger leben mit den Tatsachen.

Hätte, wenn und können... Es ist nun mal so. Es gibt kein Weg zurück, übrigens ein schönes Lied von der Gruppe Wolfsheim, ich kann nur Schritt für Schritt vorwärtsgehen. Manchmal kleine in den Supermarkt um die Ecke und manchmal große wie nach Stuttgart oder Chemnitz. Auf jeden Fall wird es weitergehen so oder so.

Ich überlege einen Trauerredner zu engagieren wenn ich heute nix fertigbekomme. Der ist ein Außenstehender und sieht es nicht so emotional. Ich komm immer wieder auf meinen ehemaligen Sklaven zurück. Dieser Trauerredner war sehr einfühlsam und bot mir auch im Nachhinein seine Gesprächsbereitschaft an. Sehr einfühlsam... Er schenkte seinen Eltern und mir eine "Perle des Gedenkens". Sehr schöner Zug von ihm obwohl seine Rede sehr allgemein und schwülstig war hat er doch Eindruck hinterlassen.

Ich hoffe bis Samstag entweder einen Redner zu haben oder eine eigene Rede zu schreiben. Falls jemand zufällig Trauerredner sein sollte mein Angebot steht...

Mein neuer Anfang

Geschrieben von Gebieterin Emanuela.

Tja, ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Ich löse mich von alten Vorstellungen, versuche die Vergangenheit zu akzeptieren und in eine neue Zukunft zu gehen. Ich kann das weil ich ein starker Mensch bin und schon sehr viel Schicksalsschläge erlebt habe die mir die Kraft geben weiter zu leben, meinen Alltag zu meistern und nach vorn zu sehen.

Ich werde oft gefragt welche Neigungen ich habe. Ich bin in erster Linie eine Frau die Liebe, Zuwendung und Respekt braucht. Ein Mann an meiner seite sollte mir gewachsen sein als Mensch. Ich empfinde es als als Herausforderung mich mit all meinen Sorgen und Problemen anzunehmen und die Geduld aufzubringen die mein Verhalten mit sich bringt. Das klingt nach „ziemlich kompliziert und schwierig“ – ist es nicht, nur jetzt da es die Umstände mitbringen. Vielleicht ist es auch zu früh für alles. Ich weiß es nicht.

Ich gebe mir größte Mühe die Gebieterin zu sein die man gesellschaftlich und zwischenmenschlich erwartet. Vor allem in der Sklavenzentrale antworte ich in einer Rolle die derzeit überhaupt nicht ausfüllen kann. Ich bin schwach, verletzlich und angreifbar und jeder der mir seine Hilfe anbietet erwartet irgendwas von mir dem ich nicht entsprechen kann.

Ich bin jetzt in erster Linie Mensch und zu mir als Mensch gehört eben einen anderen Menschen zu haben die mir anbietet sich anfassen zu lassen (ich bin Schwanz und Eierfetischistin) von oben bis unten, um mir das Gefühl der Geborgenheit zu vermittelt. Ich denke nicht an Sex, es ist das Gefühl Haut zu spüren, nicht allein zu sein und wenn es dem "Sklaven" recht ist auch im Alltag mein Beistand oder bester Freund zu sein. Ein Freund der da ist wenn ich ensam/ traurig  / Hilfe brauche und in den ich mich verlieben kann oder auch liebgewinnen kann als Freund und Begleiter.

Ich brauch nicht die Liebe auf den ersten Blick, sondern sondern jemand der bereit ist für mich da zu sein.

Die Beerdigung

Geschrieben von Gebieterin Emanuela.

... meines Sklaven war sehr emotional. Es war eine Erdbstattung mit Aufbahrung. Alle konnten ihn sehen.
Ich erkannte ihn nicht mehr, oder besser ich erkannte seinen Körper nicht mehr. Ein Schatten seiner selbst und nicht die Hülle meines lebendigen Sklaven.

Als letztes gab ich ihm seinen Sklavenvertrag, Lieblingsslip und -plug in den Sarg. Ein Dank an das Bestattunsinstitut welches es mir ermöglicht hat ihn heimlich und im Sinne meines Sklaven, ohne das es jemand merkte,  ihn als Sklaven zu bestatten...

Die Trauerrede war etwas sehr weit hergeholt und etwas schwülstig aber die "Perle" gegen das Vergessen und für die Erinnerung trage ich immer bei mir.
Es waren einige Menschen da. Arbeitskollegen, beste Freunde, Kollegen der Stiefmutter, Angehörige und Bekannte des Vaters. Ich kannte die Wenigsten.
Alles in allem ein gelungener Abschied. Nicht nur weil ich im teuersten Hotel "Le Merdien" in Stuttgart vom Schwiegervater untergebracht wurde sondern auch weil mir beim "Leichenschmaus" viel Hilfe angeboten wurde. Es war ein Tag den man/ ich nie vergisst auch auf Grund der Empathie der Annwesenden.

Ich bekam viele Hilfsangebote bzw. Gesprächsbereitschaft signalisiert und die Trauergäste sahen und erlebten mich als Lebengefährtin das erste mal. Ich fühlte mich angenommen und verstanden von allen die dabei waren. Auch in unserem "Dorf" wo ich wohne sind wildfremde Leute auf mich zugekommen und haben mir ihr Beileid ausgedrückt und Hilfe angeboten. Ich kann nur allen danken, auch die Mitglieder der Sklavenzentrale die mir Beistand und ihr Mitgefühl ausgesprochen haben. Es waren mindestens an die 100 Personen die mir helfen wollten und mit mir gelitten haben. Ein Dank an alle...

Jetzt gehe ich eine neue Aufgabe an. Die Beerdigung meiner Mutti die am 4.1.16 gestorben ist. Am 13.2.16 13:30 Uhr wird die Beisetzung sein in Chemnitz. Ja, ich komme aus Sachsen und fahre 500km um meiner Mutti ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen.